Gewinner und Verlierer der Abgeltungssteuer
Die neue Abgeltungssteuer stellt für manchen Anleger ein Rätsel dar. Soll man jetzt noch schnell investieren oder eventuell Aktien und ähnliches noch schnell verkaufen? Welche Auswirkungen hat die Abgeltungssteuer auf den privaten Kleinanleger? Wie soll man sich jetzt kurz vor der Einführung der Abgeltungssteuer verhalten?
Prinzipiell steht einmal fest, dass viele Sparer überhaupt nicht von der Abgeltungssteuer betroffen sind. Wenn die jährlichen Zinsen den Freibetrag von knapp 800 Euro nicht übersteigen, dann muss eh keine Steuer gezahlt werden. Für Verheiratete gillt der doppelte Freibetrag. Diese Personen gehören weder zu den Gewinnern, noch zu den Verlierern der Abgeltungssteuer. Sparer, die über diesen Freibetrag kommen, aber einen niedrigeren persönlichen Steuersatz haben, können auf Antrag mit diesem Satz besteuert werden. Der Steuersatz muss also niedriger als 25 Prozent sein.
Gewinner sind die Anleger und Sparer, die einen höheren Steuersatz haben. Diese bezahlen jetzt weniger Kapitalertragssteuer. Das allerdings auch nur, wenn sie mit ihren Erträgen über dem Freibetrag liegen.
Verlierer sind Aktienanleger. Mit der Abgeltungssteuer wird es keine steuerfreien Kursgewinne mehr geben. Auch die Spekulationsfrist von einem Jahr fällt weg. Das gilt für Aktien, die ab dem 1. 9. 2009 erworben werden.